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  • Nico Gauer

Norwegen

Ein cooler Norwegen Trip ist nun zu Ende. Wie schon typisch für meine bisherige Saison hatte ich einige sehr gute und einige schlechte Rennen. Die Landschaft war immer wieder aufs Neue atemberaubend und ich durfte jeden Tag einen wunderschönen Sonnenaufgang geniessen. Nach dem Sonnenaufgang hatte ich jeweils ein Training oder ein Rennen auf einer top präparierten Piste. Am Nachmittag ging es oft noch eine Runde auf die Langlaufski. Was will man mehr!


An solchen Tagen ist man sehr dankbar, dass man diesen Sport und Lifestyle leben kann und vor allem darf!


Dieses Video widerspiegelt die Zeit in Norwegen wohl am besten!

Bei den stark besetzten Europacup Abfahrten in Kvitfjell lief es mir sehr gut. Mit dem 6. und 12. Rang konnte ich mich im Gesamtstanding der Abfahrt von Platz 21 auf 16 vorarbeiten. Ausserdem verbesserte ich mit diesen Resultaten meine FIS Punkte, was mir in Zukunft bei den Weltcup Rennen eine etwas bessere Startnummer ermöglicht. Ich bin sehr zufrieden und glücklich über diese Resultate.


Nach den Abfahrten stand noch ein EC Super-G in Kvitfjell und zwei in Oppdal auf dem Programm. So gut wie es in den Abfahrten lief, so schlecht lief es in den Super-G`s. Ich schied leider bei allen drei aus…

6. Rang EC DH Kvitfjell

Beim ersten Super-G in Kvitfjell riskierte ich schlichtweg zu viel und schied wegen eines Innenskifehlers aus. Das ärgerte mich sehr, da die Fahrt eigentlich nicht so schlecht war und die Piste einiges hergab. Bei den beiden Rennen in Oppdal war ich komplett chancenlos... Es war extrem eisig und glatt. Dadurch konnte ich gefühlt keinen einzigen Schwung fahren. Zusätzlich hatte ich mit der Materialabstimmung einige Probleme und kam überhaupt nicht auf Touren.

Nordlichter in Kvitfjell

Nach den Rennen in Oppdal ging es nach Hause. Dort trainierte ich einige Tage Kondi und Riesenslalom. Eineinhalb Wochen später flog ich dann wieder nach Norwegen für die Weltcup Rennen in Kvitfjell. Ich war sehr motiviert, da ich wusste, dass mir die Strecke liegt und ich dort schnell sein kann. Leider lief es mir nicht so gut wie bei den Europacup Rennen. Schon bei den offiziellen Trainings fuhr ich einige Passagen nicht so sauber, die mir im Europacup gut gelangten. Dadurch verpasste ich auch die interne Qualifikation um den Startplatz im Super-G. Nichtsdestotrotz konzentrierte ich mich auf die kommende Abfahrt.

Bei der Abfahrt gab es drei Nummern vor meinem Start einen «Break» für fünf Minuten. In dieser Zeit wurde das Licht einiges weniger und dadurch die Strecke sehr dunkel. Ich attackierte trotzdem voll und bei der ersten Zwischenzeit war ich noch auf Position 33. Ich merkte aber schon in diesem Abschnitt, dass die Skiabstimmung einiges zu aggressiv war. Die Ausfahrt ins Flache war merklich besser als in den Trainings, dafür war ich beim nächsten Schwung etwas weiter draussen…

Langlauf in Kvitfjell

Unten biss mir dann oft der Ski zu stark und es drückte mich mehrmals nach hinten. Vor dem Ziel hatte ich aus diesem Grund auch eine etwas brenzlige Situation, konnte mich aber noch gut retten. Ich endete auf dem 56. Rang.


Bei der Analyse ärgerte ich mich fest. Ich war bei den Europacup Rennen gleichschnell oder schneller als gewisse Athleten, welche bei den Weltcup Rennen gute Resultate erzielt haben. Das zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin aber in Zukunft darf ich solche Fehler einfach nicht mehr machen und muss solche Chancen nutzen!

Drei Tage nachdem ich von Norwegen zurück gekommen bin, bestritt ich noch zwei FIS Super-G`s in Stoos (SUI). Bei dem ersten der beiden SG konnte ich den 6. Rang rausfahren und dabei meine FIS-Punkte verbessern. Beim zweiten Super-G am nächsten Tag machte ich leider einen grossen Fehler und belegte nur den 12. Rang.

6. Rang beim FIS Super-G in Stoos

Als nächstes steht das Europacup Finale in Soldeu (AND) auf dem Programm. Dort ist es mein Ziel in der Abfahrt in die Top 15 der Gesamtwertung zu fahren und im Super-G meine FIS Punkte zu verbessern. Unmittelbar nach der Abfahrt in Soldeu am Sonntag steht am Montag schon die Schweizermeisterschaft in St. Moritz auf dem Programm. Je nach Lage meiner FIS Punkte im Super-G werde ich noch die Deutschen oder Slowenischen Meisterschaften bestreiten.


Jetzt nochmals alle Kraftreserven für den Saisonendspurt aktivieren!

Let`s GO!

/Nico