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  • Nico Gauer

Italien

Aktualisiert: 13. Feb.

Vorab wünsche ich euch allen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2022.


Seit meinem letzten Blogeintrag bestritt ich einige Rennen in Italien. Der erste Halt machte ich in Santa Caterina für zwei Europacup Abfahrten und einen Super-G. Die erwarteten Resultate blieben jedoch leider aus. In den Abfahrten erreichte ich die Plätze 12 und 25 und im Super-G Platz 21. Es waren sehr kurze und enge Rennen auf einer eher einfachen Piste. Dies hatte zur Folge, dass jeder noch so kleine Fehler sehr grosse Auswirkungen hatte. Ich hatte einige sehr schnelle Abschnittszeiten, schaffte es jedoch nicht einen fehlerfreien Lauf zu zeigen. Es ärgerte mich natürlich stark, da ich eigentlich wusste, dass die schnellen Schwünge da sind.

Diese Tage habe ich schnell abgehakt und weiter ging es nach Gröden auf die berühmte Saslong. Ich freute mich sehr auf diese Strecke bei der man gefühlt mehr in der Luft ist als am Boden. Nach dem ersten Abfahrtstraining kam ich ins Ziel und wollte am liebsten gleich noch einmal fahren. Diese Stecke ist einfach der Hammer! Beim ersten Training fuhr ich natürlich alles noch eher gemütlich und konnte so alles gut kennenlernen. Beim zweiten Abfahrtstraining hiess es dann gleich «Gas geben». Liechtenstein hat im Weltcup nur einen Startplatz und darum fuhren Marco Pfiffner und ich eine Qualifikation für die Rennen. Leider verschnitt mir es am flachsten Teil der Strecke den Ski und ich verlor im ersten Abschnitt schon sehr viel Zeit. Die restliche Fahrt wäre eigentlich «okay» gewesen aber die Hypothek von oben war schon viel zu gross und ich verfehlte die Qualifikation daher knapp um 0.3 Sekunden.

Nico Gauer Ciaslat
© Agence Zoom

Ich war natürlich nicht zufrieden mit der gescheiterten Quali. Nach Gröden ging es nach Hause für ein paar Tage Kondi- und Riesenslalomtraining. Ich war sehr motiviert um es bei den kommenden WC-Rennen in Bormio besser zu machen.

Nico Gauer Gröden
© Agence Zoom
Nico Gauer Kamelbuckel
© Sven Thomann

Die erste Besichtigung auf der Pista Stelvio war schon eindrücklich. Sehr sehr eisig, unruhig und noch dazu dunkles Licht. Aber wie so oft ist es fast einfacher die Abfahrt zu fahren als zu besichtigen. Klingt vielleicht «doof», ist aber so. In Bormio ist es einfach so, dass man bei der Besichtigung denkt «diese Strecke ist verdammt brutal». Wenn man nach der ersten Fahrt ins Ziel kommt, denkt man aber nur noch «diese Strecke ist nicht verdammt brutal sondern einfach nur brutal». :D

Lake Louise

Leider war ich alles andere als gesundheitlich fit in der Woche von Bormio. Irgendein Infekt plagte mich. Schon nach der Anreise fühlte ich mich nicht ganz gesund. Am Morgen vor dem ersten Training ging es dann los mit Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und starker Müdigkeit. Ich machte zur Sicherheit jeden Tag einen Coronatest, welche alle zum Glück immer negativ waren. Im Verlauf der Woche ging es mit meinen Beschwerden mal etwas besser mal schlechter. Trotz allem konnte ich mich im Abschlusstraining für das Rennen qualifizieren und hoffte, dass ich für den Renntag wieder fit bin.

Nico Gauer Bormio
© Agence Zoom

Am Renntag selbst fühlte ich mich vor dem Rennen besser. Eine Stunde vor dem Start verschlechterte es sich jedoch wieder enorm. Das erste Mal seit ich Skirennen bestreite, war ich kurz davor nicht zu starten. Schon beim lockeren Warm Up am Start übersäuerte ich sehr stark. Diese Abfahrt ist schon wirklich anstrengend und hart wenn man 100% fit ist aber wenn man hier nicht angreifen kann, hat man keine Chance. Genau so kam es dann auch: Ich bin einfach sicher runtergefahren und riskierte nichts. Dies hatte natürlich einen grossen Rückstand zufolge. Ob es sinnvoll und schlau war in so einem Zustand die Pista Stelvio runterzufahren? Naja….

Nico Gauer Bormio
© Agence Zoom

Für die nächste Saison war es sicherlich goldwert, dass ich die beiden Strecken in Gröden und Bormio ein paar Mal fahren konnte. So reist man nächste Saison schon ganz anders an und weiss, was auf einen zu kommt.

Im Januar geht es nun Schlag auf Schlag. Als nächstes stehen ein paar Trainingstage in Saalbach (AUT) auf dem Programm. Danach geht es direkt weiter nach Tarvisio (ITA) für zwei EC-Abfahrten. Nach diesen Europacuprennen geht es für zwei Tage nach Hause um gut erholt und vorbereitet nach Kitzbühel (AUT) anzureisen. Ich kann es fast nicht glauben. Ein Kindheitstraum, der in Erfüllung gehen kann! Endlich mal die legendäre Streif hinunterzufahren! Nach den Rennen in Kitzbühel geht es direkt nach Saalbach für zwei EC-Abfahrten und einen Super-G.


Der Speed ist da. Jetzt einfach alles fehlerfrei im Rennen umsetzen!


Drückt mir die Daumen.

Let`s GO!

/Nico